Geschichte

Die Burg Falkenstein ist eine der schönsten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Burgen des Deutschlands.
Sie macht einen sehr wehrhaften Eindruck, ist aber (glücklicherweise) nicht berannt worden, weil sie strategisch eher unwichtig war. Deshalb ist sie, von einigen Umbauten abgesehen, recht "original" erhalten. Bekannt wurde sie durch den "Sachsenspiegel", einer Sammlung von Gewohnheitsrecht. Ob der "Sachsenspiegel" auf der Burg verfasst wurde, ist
nicht eindeutig belegt, gesichert ist jedoch, daß Graf Hoyer von Falkenstein an Eike von Repgow den Auftrag gab und ihn auch tatkräftig unterstützte. Die Grafen von Falkenstein hatten ihren Stammsitz auf der naheliegenden Konradsburg in
Ermsleben, zogen es jedoch vor, sich über dem Selketal eine neue Burg bauen zu lassen. Der Baubeginn liegt zwischen 1115 und 1120. Der große Wildreichtum des Selketales und die Sicherheit, die der "Burgberg" bot, machten diesen Schritt in die Wildnis leichter. Nachdem 1334 das Geschlecht der Falkensteiner ausstarb, verpfändete der Halberstädter
Bischof die Burg an die Herren von der Asseburg, welche die Burg dann bis 1945 besaßen. Die Nutzungsgeschichte der Burg ähnelt der vieler anderer Burgen. Sie war erst Wehr und Wohnburg, später dann Jagd und Residenzschloß und seit 1945 ist die Burg Falkenstein ein beliebtes Museum.