Geschichte zum Haus

Im Jahre 1850 wurde die Gastwirtschaft zum Falken vom damaligen Brockenwirt Nehse eingerichtet. Er versprach sich von dieser neuen Wirtschaft an der Pfort zum Selketal ein aufblühendes Geschäft.

Dies war für das Gebiet um Burg Falkenstein eine positive Entwicklung, sollte doch die gestiegene Wanderlust der Bevölkerung für die erste Blüte der Gastwirtschaft sorgen.

Daneben klapperte auch noch die Papiermühle. Diese soll eine Gründung des regsamen Grafen Ludwig I.v.d. Asseburg gewesen sein, offenbar schon an einer jahrhunderte alten Mühlenstätte. Ein Hühnerhof unterm Falken wird in einem asseburgischen Erbbuch 1586 erwähnt, zusammen mit einer neuen Mühle.

Es ist zu vermuten, daß der "Hühnerhof" der heutige Falken ist, die neue Mühle mit Talmühle.

Ein Bewirtungsschlager des Gasthofs waren der Königskuchen, die Appetitsbrote und die Krammetsvogelpastete.

 

Eine Verfasserin zahlreicher Gartenlaube-Romane, die Quedlinburgerin Berta Behrens rühmt den Falken:

"Wer jemals im Kreise froher Menschen in der kühlen Veranda des Gartens bei Moselwein und Forelle gesessen und dazu als Tischmusik das Geflüster des Waldes und das Rauschen der lieben Selke gehört hat, der wird das reizende Plätzchen gewiß nicht vergessen."

 

Inhaber der Gaststätte waren von 1850 - 1857 der ehemalige Brockenwirt Nehse, ihm folgte bis 1870 ein Pole, danach bis 1887 ein Otto und danach bis 1925 Gustav Günther. In DDR-Zeiten war der Falken eine HO-Gaststätte.

Nach der Wende rekonstruierte die Falken-Gastro m.b.H. den Falken und das benachbarte WEMA-Kinderferienlager zu einem neuen Hotelkomplex "Zum Falken" mit insgesamt 18 Zimmern, einem Saal, einer harztypischen Gaststätte, einer Bowlingbahn und einem Kioskbereich.