Geschichte des "Gartenhauses"

Bereits 1607 wurde das Gartenhaus als „Baumgarten beim Falkenstein" erwähnt. Große Bedeutung für die Entstehung des Gartenhauses hatte das Ende des 30jährigen Krieges, denn 1650 fiel das Bistum Halberstadt an Kurbrandenburg. Dies war für das Gebiet um die Burg Falkenstein eine positive Entwicklung, sollte doch die gestiegenen Wanderlust der Bevölkerung für die erste Blüte der Gastwirtschaft sorgen.


Um 1680 ließ Johann Heinrich von der Asseburg das Gartenhaus errichten. „... das zum Wirtshaus bestimmte Gebäude an der Pansfelder Straße, welches er von gemeinschaftlichen Holze, sonst aber auf seine eigenen Kosten erbaut hatte,...es sollte zur Wohnung des Hofgärtners gebraucht werden".


Das Jahr, in dem der Wirtschaftsbetrieb aufgenommen wurde, ist nicht genau bekannt, gesichert jedoch ist die Grundsteinlegung des Gartenhauses im Jahre 1681. Bekannt wurde das Gartenhaus als „Gasthaus unter den beiden Linden". Alte Pansfelder Kirchenbücher überlieferten uns die Namen der Pächter: als erster Wirt wurde Martin Bilgenroth erwähnt, der die Leitung bis 1716 übernommen hatte. Für die nächsten Jahre wurde er von Andreas Krause abgelöst. Ab 1721 bis ins Jahr 1770 wurden dort Jacob Friedrich Reyher und in direkter Folge Andreas Reinhard Reyher als „Pächter, Gärtner und Gastwirt..." bezeichnet.